Der heilige Bruder Albert(Adam Chmielowski, 1845 -1916)* heißer Patriot, Teilnehmer am Aufstand vom 1863, * begabter Kunstmaler, * heldenmutiger Diener und Vater der Armen, Adam Chmielowski, ein außergewöhnlich talentierter sensibler Künstler, suchte viele Jahre nach immer reiferen Dimensionen des Guten und der Wahrheit. Diese hat er in seinem Mitmenschen und dass sogar in dem Ärmsten gefunden, in dessen Gesicht er das beleidigte Angesicht von Christus entdecke. Dieses mystische Erlebnis wurde zur Grundlage seiner Wandlung. Kardinal Karol Wojtyła sagte über ihn: „auf die Knie vor die Majestät Gottes geworfen, warf er sich auf die Knie vor der Majestät eines Menschen und das sogar des Ärmsten, des am meisten behinderten, vor der Majestät des Elendsten.“  Adam Chmielowski
Geboren in einer adeligen Familie, früh Weise geworden, nahm er in seinen jungen Jahren an dem Januaraufstand teil, während dessen er sein Bein verlor. Da er jedoch ein Mensch von unglaublich starkem Glauben und Charakter war - trotz seiner 18 Lebensjahre - brach er nicht zusammen. Auf der hartnäckigen Suche nach einem eigenen Lebensweg, lies er sich von der Kunst mitreißen. Er studierte Malerkünste in Warschau, Paris und München. Nach Abschluss der Kunstschule, als reifer und talentierter Maler, schlug er den schöpferischen Weg ein, der ihm einen festen Platz in der Kunstwelt sicherte. In seiner vollen schöpferischen Kraft hat dieser ausgezeichnete Künstler, Freund von Wyczółkowski, Gierymski, Witkiewicz und Modrzejewska sowie von vielen anderen Vertretern der Kultur und Wissenschaft, den Weg des Erfolgs verlassen und sich in seinem 42. Lebensjahr entschlossen, seine Kräfte dem „Wichtigsten“ zu widmen – der Hilfe den Obdachlosen. Für sie gründete er Zufluchts- und Werkstätten, wo sie zu arbeiten lernten. Er selbst zog zu ihnen, um ihre Lebensbedingungen zu teilen, als ein Armer unter den Armen, um auf dem Wege des Anwesenheitsapostolats den Menschen aus seinen moralischen und materiellen Nöten zu heben und ihm zu helfen, seine menschliche Würde und Subjektivität aufzurichten. Wenn er mit den Armen war, teilte er nicht, sondern gab sich selbst. Bruder Albert verstand es nämlich gut, dass man so arm, wie die Armen und so gut wie Brot werden musste, um ihnen tatsächlich wirksam helfen zu können. Er pflegte zu sagen „willst du einen wackeligen Tisch abstützen, darfst du ihn nicht belasten, sondern sich niederbeugen und von unten stützen. Das gleiche gilt für das menschliche Elend“. Sein Humanismus war konkret, real und ansteckend, sein brennendes Herz steckte andere an und heroische Anhänger schlossen sich freiwillig seinem Werk an.
 Brat Albert
Er selbst zog das Ordensgewand an, legte Gelübde ab und gründete die Kongregation der Brüder und Schwestern Diener der Armen (Albertiner und Albertinerinen). Ihrer Organisation und Regel legte er den ursprünglichen Franziskanismus zugrunde und pflegte fröhliche evangelische Armut auszuüben. Dem Werk der Barmherzigkeit zugunsten der Ärmsten blieb er bis zu seinem Tode hingegeben. Nach fast 30 Jahren, über die er ihnen gedient hatte, ist Bruder Albert, bereits für einen Heiligen gehalten, gerade am Weihnachtstag 1916 gestorben. Seine Beerdigung wurde zum Manifest der Anerkennung und Liebe. Ganz Krakau wollte Abschied nehmen vom „schönsten Menschen der Generation“. Neben dem Klerus, der Obrigkeit, den Künstlern folgten dem Sarg Scharen der Armen. Zweiter hl. Franziskus aus Assisi genannt, weil er wie dieser das ganze Evangelium einfach und wörtlich in seinem Leben verwirklichte, ist Bruder Albert zugleich für immer ein Künstler geblieben, um der Schönheit in der verachteten Menschlichkeit zu dienen.
 „König des Himmels, mit Dornen gekrönt, gegeißelt, in Purpur gekleidet König der beleidigt und bespuckt, sei unser König und Herr hier und in Ewigkeit. Amen“
„Ich schaue auf Jesus in Seiner Eucharistie. Hat seine Liebe etwas noch Schöneres ersonnen? Wenn er das Brot ist, seien auch wir Brot. Geizig ist derjenige, der nicht so ist, wie Er.“
„Man soll gut sein, wie Brot, man soll wie Brot sein, das für jeden auf dem Tisch liegt, von dem jeder ein Stück für sich abschneiden und essen kann, wenn er hungrig ist.“
„Derjenige ist gut, der gut sein will.“
„Warum werden Staaten nicht nach dem Evangelium gebaut, wenn sie Fortschritt wollen?"
„Ein Mensch, der aus irgendwelchen Gründen keine Kleider hat, kein Zuhause und kein Stück Brot, der kann nur stehlen oder betteln, um sein Leben zu erhalten; denn in diesem jämmerlichen Zustand ist er meistens nicht mehr imstande, zu arbeiten, oder es fällt ihm schwer, eine Arbeit zu finden. Gibt es also in der Stadt keine entsprechende Stelle, die ihnen Rettung bieten kann, bleibt es nur, Maßnahmen der Polizei, Gerichte, Gefängnisse oder Spitäler ihnen gegenüber anzuwenden. Und derartige Einsätze sind insoweit falsch, inwieweit in ihren Folgen negativ.“
„Jeder Arme, der an die Tür kommt, ist aufzunehmen, für längere oder kürzere Zeit und ihm das zu geben, was man kann, auch wenn man selbst dadurch etwas Not leidet oder anderen Futter nimmt.“
„Das Vorbild soll den Bedingungen der Umgebung so nahe liegen, so demutsvoll und elend sein, damit es durch sein Stil nicht unangenehm auffällt, nicht in die Augen kriecht, und nicht erniedrigt.“
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